Toskana 2011
Superstimmung inklusive

Am späten Abend des ersten Mai-Sonntages, direkt vor dem ersten Schultag nach den diesjährigen Osterferien, traten die 54 SchülerInnen der Ab-schlussklassen in Begleitung von vier Lehrkräften im geräumigen Doppeldeckerbus ihre abschließende Bildungsfahrt an die Versilia-Küste, gelegen zwischen dem Ligurischen Meer und den Apuanischen Alpen in der Toskana, an. Nachdem die Wettervorhersagen der vorangegangen Woche eigentlich noch eher den totalen Reinfall für die Gegend um die gewählte Hotelbasis Marina die Pietrasanta versprachen, gaben die noch eilig direkt vor der Abfahrt via Internet eingeholten Wetterberichte doch noch Anlass zur Hoffnung – und diese wurde nicht enttäuscht. Bereits jenseits des Gotthard-Tunnels lachte die Sonne schon bald recht italienisch und erleichterte so direkt die 14-stündige Fahrt. Unter diesen Voraussetzungen geriet die Akklimatisierungsphase des ersten Tages zum reinen Genuss der italienischen Sonne und des ausgiebigen Badevergnügens am zu diesem frühen Zeitpunkt der gerade beginnenden Saison glücklicherweise noch kaum besuchten öffentlichen Strand. Um wegen oder trotz der allgemein hoch vergnügten Stimungslage keinerlei Mißverständnisse in Bezug auf den Bildungszweck der Fahrt aufkommen zu lassen, erfolgten an den beiden Folgetagen jeweils ganztägige Touren in die Kulturmetropole Florenz und die seit jeher rivalisierende Festung Siena, beide Städte zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe, wo z.T. unter fachkundiger Führung und wiederum bei stets strahlendem Sonnenschein die römisch-italienische Geschichte und Kultur hinreichende Beachtung fand. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von den zahlreichen architektonischen Belegen der italienischen Baukunst, so dass die anschließende Halbtagestour ins weltbekannte Pisa mit dem famosen Campanile nicht fehlen durfte, welcher jedoch gemäß den Ausführungen eines florentinischen Führers eher einen peinlichen Lapsus als einen architektonischer Meilenstein darstellt. Unbeeindruckt von dieser Debatte taten es die Teilnehmer den japanischen Touristen gleich und fertigten indes eigene Scherzfotographien als Souvenier einer gelungenen Abschlussfahrt an, die am selben Nachmittag zurück zu ihren Ursprüngen am inzwischen schon besser besuchten Strand von Pietrasanta fand, um für die Heimfahrt am Folgetag noch ein wenig Kraft aus der Mittelmeersonne zu gewinnen, was bei einigen durchaus trotz heftigem Einsatz von Sonnenschutzmitteln zu länger sichtbaren Spuren in Form von Bikinistreifen und roten Hautpartien führte. Selbst die beschwerliche weil lange Fahrt zurück ins Siegerland konnte die gute Stimmung nicht trüben und diese wird es wohl dann in der Hauptsache sein, welche die Abschlussfahrt 2011 für alle Beteiligten am ihrem Ende am späten Freitag abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ.